Gestern hat sich der Wetterbericht noch mal nach oben korrigiert. 7 Beaufort sollten es nun werden.
Da ging mir doch ein wenig der Kern… Anstatt den 2. Teil vom Seewolf zu gucken, las ich noch ein wenig in meinen Büchern über Schwerwettervorbereitungen. Ich lud mein tragbaren Funkgeräte, machte mich schon mal mit der May Day Funkprozedur vertraut und packte mir einen Grab Bag, wie die Engländer die Grapschtasche so schön nennen, wo das Nötigste für einen Ausstieg aus dem Schiff drin sein sollte. Ich denke zwar, dass das nicht vorkommen wird, aber nun habe ich ja nicht mehr Nela an Bord, die sonst für all diese Dinge gesorgt hätte, jetzt muss ich das wohl tun 🙂
Sturmbereit
6 Beaufort in Aussicht
Die Nächte sind jetzt etwas unruhig. Ich muss mal einen kleinen Film drehen, nur um die Geräusche aufzunehmen, die so in der Mitschiffskoje zu hören sind. Das gurgelt und zischt, dann knallt es mal wieder mörderisch wenn eine Welle genau gegen den Steuerbordbug knallt, dann wird das Schiff hochgehoben und fällt wieder in ein Wellental, wobei eine Welle den Anker in seiner Halterung hochhebt und gegen den Bug donnern lässt… Da ist schon was geboten, kann ich euch sagen. Und morgen wird es wohl noch ne Kategorie härter werden, wenn die angesagten 6 Beaufort (22 bis 28 Knoten Wind) kommen.
| 6 | starker Wind | grobe See | dicke Äste bewegen sich, hörbares Pfeifen an Drahtseilen und Telefonleitungen | größere Wellen mit brechenden Köpfen, überall weiße Schaumflecken |
Der Wind nimmt zu.
Endlich pustet der Wind mal wieder ordentlich. Leider werden wir dadurch nicht schneller. Er kommt mal wieder so ziemlich aus der Richtung, in die ich segeln möchte (Südwest). Und da kann ich natürlich nur so hoch an den Wind heranfahren, wie es geht, und damit bin ich nicht schnell. Wie auch immer, wir kommen voran! Mein Etmal heute 70 Seemeilen. Weiterlesen