Nach Ushuaia, Tag 8

Eigentlich müsste ich schon längst in Ushuaia sein, aber es sind noch auf dem geraden Wege 400 Seemeilen. Ich komme hier einfach nicht aus dem Quark.
Nachts habe ich zweimal die Segel geborgen und wieder gesetzt, aber es war das übliche Spielchen, was ich mittlerweile so gut kenne. Kaum sind die Segel gesetzt, lässt der Wind wieder nach. Von Wind kann man ja eigentlich sowieso nicht sprechen, ist ja nur so ein Hauch. Weiterlesen

Nach Ushuaia, Tag 7

Das Traurige zuerst: Meine Mutter ist gestern gestorben. Ich hätte mich sehr gerne noch persönlich von ihr verabschiedet, aber dafür war ich leider viel zu langsam oder zu weit weg. Axel und Anna (mein Bruder und seine Frau) waren aber bei ihr, als sie einschlief. Nun wird Nela am Wochenende nach Berlin fliegen, um etwas bei den Formalitäten zu helfen. Sie wird versuchen, den Beerdigungstermin in ca. 3 bis 4 Wochen zu planen, damit ich wenigstens beim Begräbnis dabei sein kann. Muttern wird dann neben meinem Vater in einer Urne im Nauener Ruheforst bei Berlin unter einer Eiche beerdigt werden. Weiterlesen

Nach Ushuaia, Tag 6

Wir laufen so gaanz langsam auf die Falklandinseln zu. Nur noch 150 Seemeilen, im Gegensatz zu den ca. 350 Seemeilen bis Bahía Thetis, kurz vor dem Estrecho de Le Maire, wo ich ja nun mal hinwill.
Wir eiern mit einem Knoten Fahrt durch eine graue See, ohne Wellen. Es ist dunstig, aber mit 19°C recht warm. Und so sitze ich mal wieder mit Nelas Kindle im Salon, lese und warte auf Wind. (PS: ich habe ihm die Trilogie von Ken Follet empfohlen: „Die Jahrhundert-Trilogie“, genau das Richtige für lange Segelreisen. Weiterlesen