Es ist jetzt 9:00 Uhr, ich sitze im Cockpit und habe meinen ersten Kaffee im Bauch. Köstlich! Einen libanesischen Kaffee mit Kardamom. Gekauft in einem libanesischen Supermarkt in Serakunda, Gambia. Bernhard schläft noch. Er hat die lange Nachtwache von 24:00 Uhr bis 6:00 Uhr übernommen. Aber dafür hatte ich den ganzen Tag davor Wache und die Windfahnensteuerung brauchte sehr viel Aufmerksamkeit, bzw. es lief auf fast ausschließlich Handsteuerung hinaus.
Aber glücklicherweise hat sich die Lage jetzt sehr entspannt. Zum einen geht es Bernhard schon wieder besser, und zum anderen habe ich den Genacker wieder geborgen und Genua und Groß gesetzt. Jetzt kann die Windfahne wieder besser steuern.
Gestern am späten Nachmittag drehte der Wind auch etwas auf Süd und so haben wir einen schönen, wenn auch schwachen bis sehr schwachen Wind von der Seite. Wir können also Kurs auf Salvador anlegen.
Iris und Robert, unsere Segelfreunde, die auch nach Salvador wollen, waren gestern nur noch ca. 30 Seemeilen von uns entfernt. Es entwickelt sich also ein heißes Kopf an Kopf Rennen zwischen uns. 🙂 Aber es sind noch ca. 1100 Seemeilen bis Salvador und da kann noch viel passieren…
Da die Gesamtdistanz von Banjul bis Salvador über 2000 Seemeilen ist, rechne ich heute Nacht mit unserem neuen Bergfest.
Vom 3. bis zum 10. Februar ist Karneval in Salvador. Wir hoffen rechtzeitig noch anzukommen, um wenigstens noch einen Tag in den wohl berühmtesten Karneval Brasiliens eintauchen zu können. (Kommentar Nela: Ja, bei dieser Aussicht geht es den Männern gleich wieder besser!)
Drückt uns die Daumen, dass der Wind mitspielt. 🙂
Ganz herzlich grüßen der Stephan und der Bernhard.
unsere Position:
01° 35 Nord und 027° 03West um 9:30 UTC